3. Februar 2013

Wozu gebe ich mir eigentlich Mühe?


Ich muss wohl echt nach dem Vogel-Strauß-Verfahren handeln, wenn ich mich nicht selber frustrieren und fertig machen will. Denn was ich nicht sehe, dass kann mir auch nicht schaden. Auch wenn es für viele vielleicht dumm sein mag, stets vor allem die Augen zu schließen und wegzusehen, so ist es für mich eine Notwendigkeit.
Denn je mehr ich mich mit Manga/Anime auseinander setze, je mehr ich mir die verschiedenen, tollen Künstler ansehe, desto frustrierte werde ich. Es ist für mich kein Ansporn, sondern zieht mich nur runter. Macht mich langsam und verhindert, dass ich mich weiter entwickel. Denn sofort, wenn ich sehe, wie viel Anerkennung und Aufmerksamkeit Leute bekommen, die zwar zeichnerisch nicht zu den Besten gehören, aber allein durch ihr Genre punkten, zweifel ich an mir selbst und frage mich warum ich mir überhaupt noch die Mühe mache? Warum ich überhaupt noch den wenig vorhandenen Ehrgeiz da rein stecke, wenn es sich doch ohnehin nicht lohnt? Dann fühle ich mich überfküssig und nicht gewollt. Denn ich messe das, was ich gut kann anhand von Zahlen und Statistiken. Auch wenn es falsch ist und nicht der richtige Weg, aber es zieht mich dennoch so runter, wenn ich diese Zahlen sehe. Dann vergeht mir die Lust an allem und ich würde am liebsten sofort alles hinschmeißen. Dann verliere ich schnell wieder die Geduld und fühle mich absolut unfähig auch nur irgendwas zu erreichen oder die Leute mit meinen Bildern ansprechen zu können.

Demnach ist es für mich echt nur positiv, wenn ich alles wegrationalisiere, was mich runter zieht. Was ich als unfair empfinde. Was ich als ungerecht erachte. So feige das auch klingen mag. Aber es hilft mir nach vorn zu sehen. Und dennoch ist da irgendwann immer diese Neugier, die mich erneut zurück holt und mich schauen lässt, was die anderen so machen. Das bei ihnen innerhalb von Sekunden z.b. in Facebook 6 neue Leute ihre Künstlerseiten mögen und bei mir es ganze Wochen dauert, bis ich einen neuen Menschen dazu gewinne, der sich für meine Bilder interessiert. Bloß weil ich ein Genre vertrete, was für viele anscheinend viel zu schwer ist, Bilder davon anzufertigen. Was für die neue Generation nicht mehr angesagt und nicht gesehen wird. Es fühlt sich so unfair an und man zweifelt so extrem an der eigenen Kunst. Denn irgendwo will doch jeder Anerkennung, aber es fühlt sich wie ein Kampf an, den man nie gewinnen kann, da das Genre Shoujo immer eine ultimative Macht bleibt, gegen die man einfach nicht mit seinem Yaoi ankommt.

Aber scheiß drauf! Wenigstens mache ich es mir nicht so leicht und zeichne nur das, was die Kiddis gerne sehen wollen. Sondern lieber Dinge, die Erwachsene und vor allem MICH ansprechen. Denn irgendwann werden die kleinen 14 jährigen auch erwachsen und dann interessieren sie sich vielleicht doch mehr für meine Bilder. Das ist mein einziger Trost und meine einzige Hoffnung woran ich festhalten kann.

Hach, entschuldigt, aber ich musste mich darüber auslassen, da es seit Tagen von der Motivation her wieder Berg ab mit mir geht und das will ich eigentlich gar nicht. :< Also stecke ich den Kopf in den Sand und sehe absolut...gar nichts! :3

Von dem unfairen Gefühlen, die ich gegenüber Copic-Makern habe, die ja bei vielen lieber gesehen sind, als Buntstifte, will ich gar nicht erst anfangen...Darüber heule ich mich beim nächsten Mal aus.

Dylan

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